Paul Löffler

geboren am:
14.01.1920 in Mannheim
gestorben am:
30.08.1995 in Mannheim

Paul Löffler ist als Künstler in Mannheim kein Unbekannter. In vielen Wohnungen der Quadratestadt hängen bis heute eindrucksvolle Aquarelle und Ölbilder, die Mannheim und den Hafen in den 1950er Jahren darstellen.

Seine Biografie ist geprägt von der Zeit des Nationalsozialismus und den Aufbaujahren nach dem Krieg. 1920 in Mannheim geboren, musste er als Abiturient zum Arbeitsdienst und wird gleich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs eingezogen. Er war Soldat bis Kriegsende.

Nach dem Krieg stellte er fest, dass nicht nur von seiner ursprünglichen Einheit bei den Fallschirmjägern kaum einer überlebt hatte, sondern auch von seiner Abiturklasse nur eine Handvoll Schulkameraden.

1945 kommt er in eine Trümmerstadt zurück, zieht nachts durch die Bars und verdient sich etwas Geld, indem er amerikanische Soldaten zeichnet. Er beginnt ein Studium bei Karl Trummer an der Freien Akademie in Mannheim, 1949/1950 studiert er dann an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf.

Von 1950 an arbeitete er als freier Grafiker und Maler in Mannheim. Seine Arbeiten fanden bald Anerkennung, er erhielt 1951,1953 und 1954 den Kunstpreis der Freunde der bildenden Kunst e.V. München und 1955 den Kunstpreis der Jugend Baden-Baden.

Er gehörte zu den Mitbegründern der Ludwigshafener Künstlergemeinschaft „Der Anker“ und war auch Mitglied im „Mannheimer Quadrat“ – einer Künstlergruppe, die sich 1949 um Franz Schömbs und Hanns Heinrich Palitzsch gründete. 

1961/1962 geht er zu einer Fortbildung nach New York und besucht Seminare zum Thema des Abstrakten Expressionismus. Er ist von New York fasziniert, der Dynamik der Stadt, den Wolkenkratzern - überhaupt den ganz anderen Dimensionen als im guten alten Europa.

Ab 1964 gibt Löffler Kurse an der Mannheimer Abendakademie und arbeitet ab 1964/65  zusätzlich als Kunsterzieher am Tulla-Gymnasium und am Bach-Gymnasium in Mannheim.

Löfflers Können war beeindruckend, in vielen Techniken äußerte sich sein Talent, ob in Öl oder Aquarell, Bleistift-und Tuschezeichnungen, aber auch Radierungen simnd seine Stärke..

Seine naturalistischen Porträts und Stillleben lassen den Einfluss Paul Cézannes ahnen, der in Deutschland nachdem Krieg sehr wesentlich wurde. Er starb 1995 mit 75 Jahren.

Text: Silvia Köhler
Fotos: Künstlernachlässe Mannheim und Fam. Löffler

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